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Konkretisierung für Marfan-Syndrom ist in Kraft

In der ASV übernimmt ein Behandlungsteam die Versorgung von Patienten mit Marfan-Syndrom

(03.07.2015) Der GBA hat eine weitere Indikation für die ASV konkretisiert. Seit Juli 2015 können Menschen, die am Marfan-Syndrom erkrankt sind, von der neuen Versorgungsform profitieren. 

Das Marfan-Syndrom ist eine genetisch bedingte Bindegewebserkrankung, die verschiedene Organe betreffen kann, insbesondere die Hauptschlagader, das Herz und das Skelettsystem.

In seinem Beschluss legt der GBA die Diagnostik, den Behandlungsumfang sowie personelle, sächliche und organisatorische Anforderungen an niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser fest, die an der ASV teilnehmen wollen. So soll ein Behandlungsteam, das sich aus einer Teamleitung (Herzchirurgie oder Innere Medizin und Kardiologie beziehungsweise Kinder- und Jugendmedizin mit Schwerpunkt Kinderkardiologie), einem Kernteam und bei medizinischer Notwendigkeit weiteren Fachärzten zusammensetzt, die Versorgung übernehmen. 

Darüber hinaus enthält die Konkretisierung Vorgaben für die Überweisung und die Mindestmengen. Bei Marfan-Syndrom liegt die vorgegebene Mindestmenge bei 50 Patienten mit Verdachts- oder gesicherter Diagnose im Jahr. In den zwölf Monaten vor Anzeige der Leistungserbringung beim erweiterten Landesausschuss muss das Kernteam mindestens 25 Patienten mit Marfan-Syndrom behandelt haben. 

Zum Beschluss des GBA

Weitere Informationen zur ASV-Indikation Marfan-Syndrom